Görlitzer Lebensretter sind die besten Schlauchbootfahrer

1 Team der DLRG Görlitz schlägt alle anderen bei den Landesmeisterschaften im IRB fahren 

Ein IRB (Inflatable-Rescue-Boat) zu Deutsch ein aufblasbares Rettungsboot, ist eine von vielen Möglichkeiten, denen sich ein Rettungsschwimmer bedienen kann, um Menschen aus Gefahrensituationen zu befreien oder zu retten. Dabei handelt es sich um ein kleines und wendiges Schlauchboot mit Aluminiumrumpf und 30PS Außenbordmotor. Mit diesem können die Retter der DLRG (Deutschen-Lebens-Rettungs-Gesellschaft) aus Görlitz, die Ihren Dienst an der Blauen Lagune seit Ende Mai verrichten, schnell und effektiv ermüdeten Schwimmern an Land helfen.

 

Doch am vergangen Wochenende hatte der DLRG Landesverband Sachsen e.V. zu den 4. offenen Landesmeisterschaften im IRB fahren nach Görlitz geladen, welche durch die Kameraden aus Meißen und Görlitz organisiert sowie durchgeführt wurden. Am Freitagnachmittag trafen sich Ortsgruppen aus ganz Sachsen aber auch aus dem ganzen Bundesgebiet, um die schnellsten und besten IRB Teams zu küren. So kamen insgesamt ca. 80 Teilnehmer in 18 Teams aus 5 Bundesländern zusammen, um sich in 4 Disziplinen zu messen.

Die Teams aus Sachsen, Dresden, Meißen, Zwickau, Heidenau, Leipzig und 3 Teams aus der Gastgeberstadt  trafen dabei auf starke Konkurrenz aus Hamburg, Havelland, Althengstatt, Lübeck und Rastatt.

Bei allen Disziplinen liegt das Boot im Wasser und wird vom Bootsgast festgehalten. Der Bootsführer muss vom Strand aus starten, zum Boot sprinten und hineinspringen. Nun gilt es so schnell wie möglich den oder die Patienten vom vorgegebenen Kurs abzuholen.

In der ersten Disziplin „Tube-Rescue“ werden, nach erfolgtem Start und einer Vollspeedstrecke mit dem IRB von knapp 100m sowie einer 270 Grad Drehung um eine Boje, der Bootsgast inklusive seinem Rettungsgurt ins knapp 18 Grad warme Wasser springen. Dort legt er eine 25m lange Schwimmstrecke zurück, klickt den Patienten in den Gurt ein und beide müssen gemeinsam so schnell wie möglich zurück ins Boot gelangen und dann wieder an Land, wo der Bootsführer die Ziellinie überlaufen muss.

In der zweiten Disziplin wird, nach erfolgtem Start und einer vollen Umrundung der ersten Boje, ein Patient an der zweiten etwa 10m dahinter gelegenen Boje durch ein beherztes ins Boot ziehen gerettet und wieder an Land gebracht. Dieser Vorgang wird in der dritten Disziplin einfach nach anlegen am Strand, einer kurzen Laufstrecke des Bootsführers und Aussteigen des Patienten, mit einem zweiten Patienten wiederholt. Hierbei ist das schnelle wieder ins Wasser ziehen des Bootes und Starten des Motors von großer Wichtigkeit.

Und die letzte Disziplin ist gleich der Dritten nur dass nicht eine Bootsbesatzung die Strecken absolviert, sondern es in zwei Teams passiert. Nachdem das erste Team die Strecke beendet hat, startet das zweite Team. 

Durch all diese Disziplinen kämpften sich die Sportlerinnen und Sportler den ganzen Samstag und am Ende stand fest: Das Team Görlitz 1 um Bootsführer Robert Gottwald sicherte sich den Gesamtsieg und damit den Landesmeistertitel Bestes IRB Team Sachsens. Auch eine gute Platzierung mit dem 5.Platz erreichte Robert Pötschke mit seinem Team und das Team um Patricia Rohne, welches erst seit diesem Jahr trainiert konnte sich den 16. Platz erkämpfen.

Dank den Verantwortlichen an der Blauen Lagune war diese Veranstaltung möglich geworden, auch alle Teilnehmerinnen und Teilnehmer waren begeistert von dem schönen Strand und der Atmosphäre, die der Berzdorfer See zu bieten hat. Den Abend ließen die Sportler gemütlich am Lagerfeuer, im groß angelegten Zeltlager ausklingen. Alle Beteiligten freuen sich auf die weiteren, bevorstehenden Wettkämpfe.

Dabei stehen nun die zwei Deutschlandpokale in Prerow und Scharbeutz an, sowie die Weltmeisterschaft in den Niederlanden im September.

 

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